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 Formel 1 Legenden und Geschichten

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Holungus
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BeitragThema: Formel 1 Legenden und Geschichten   Sa Nov 20, 2010 9:18 am


Mario Andretti


Geboren:28. Februar 1940
Nationalität:USA
Jahre in der F1:1968-1982
F1-Teams:
Lotus
March
Ferrari
Parnelli
Alfa Romeo
Williams Weltmeister:1978 mit Lotus Ford.
Grand Prix Starts:128
Grand Prix Siege:12
Podiumsplätze:19
Polepositions:18
Schnellste Runden:10
Gesamte F1 Punkte:192

Formel 1




Andretti im Lotus 63 4WD beim deutschen Grand Prix (1969)
Lotus 79 Ford Cosworth von 1978, mit dem Andretti die Formel-1-WM gewannAndretti kam 1968 mit einem Knalleffekt in die Formel 1. Er gab mit der Pole Position sein Debüt beim Großen Preis der USA in Watkins Glen. Im Rennen fiel er mit Kupplungsschaden am Lotus 49B aus. Seine erste Platzierung in den Punkterängen war gleichzeitig sein erstes Podium. Andy Granatelli finanzierte einen March 701, mit dem Andretti beim Großen Preis von Spanien 1970 Dritter wurde.

Luigi Chinetti, für dessen North American Racing Team Andretti in den 1960er-Jahren bereits Sportwagenrennen gefahren war, vermittelte ihm einen Kontakt zur Scuderia Ferrari. Andretti erhielt einen Werksvertrag, der neben Einsätzen im Sportwagen auch vereinzelte Einsätze in den Formel-1-Weltmeisterschaften 1971 und 1972 umfasste. Eine komplette Saison konnte der US-Amerikaner wegen seines Engagements in der CART-Serie nicht bestreiten. Er gewann gleich bei seinem ersten Renneinsatz mit dem Ferrari 312B den Großen Preis von Südafrika 1971. Tiefpunkt des Jahres war der Große Preis von Monaco, bei dem er sich nicht für das Rennen qualifizieren konnte.

Erst Ende der Saison 1974 kehrte er mit Parnelli Jones in die Formel 1 zurück. Die Erfolge mit dem Parnelli VPJ4 blieben bescheiden, Andretti wechselte daher nach drei Rennen 1976 zu Lotus. Mit dem Lotus 77 gewann er das letzte Rennen der Saison in Japan. 1977 war er mit dem Nachfolgemodell Lotus 78 bei vier Rennen siegreich.

1978 war sein stärkstes Jahr in der Formel 1. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Ronnie Peterson dominierte er die Saison im Lotus 79 und sicherte sich den Fahrertitel. Da sowohl der Lotus 80 als auch der Lotus 81 Fehlkonstruktion waren, gerieten die folgenden beiden Meisterschaften zu verlorenen Jahren.

1981 wechselte er zu Alfa Romeo. Der Alfa Romeo 179C war ein schneller, aber defektanfälliger Rennwagen. Die ersten Punkte, erreicht durch den vierten Platz beim Saisonstart in Long Beach, blieben die einzigen während der ganzen Saison. Am Ende des Jahres erklärte Andretti seinen Rücktritt aus der Formel 1, kehrte jedoch 1982 für drei Rennen zurück.

Nachdem er schon in Long Beach Ersatzfahrer bei Williams war, sprang er ab dem Rennen in Monza bei Ferrari für den verletzten Didier Pironi ein. Von der Pole Position gestartet, wurde Andretti im Rennen hinter dem Renault-Piloten René Arnoux und seinem Teamkollegen Patrick Tambay Dritter. Sein letztes Formel-1-Rennen fuhr er beim Großen Preis von Las Vegas, bei dem er vorzeitig ausschied.




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BeitragThema: Re: Formel 1 Legenden und Geschichten   Sa Nov 20, 2010 2:01 pm



Alberto Ascari

Geboren:13. Juli 1918
Gestorben:26. Mai 1955
Nationalität:ITA
Jahre in der F1:1950-1955
F1-Teams:
Ferrari
Maserati
Lancia Weltmeister:1952 und 1953 mit Ferrari.
Grand Prix Starts:32
Grand Prix Siege:13
Podiumsplätze:17
Polepositions:14
Schnellste Runden:12
Gesamte F1 Punkte:163




Kindheit und erste Anfänge
Ascari war gerade sieben Jahre alt, als sein Vater Antonio Ascari, ein bekannter Rennfahrer der 1920er-Jahre, bei einem Rennunfall in Montlhéry ums Leben kam. Trotzdem beschloss auch Alberto, Rennfahrer zu werden. Ab 1937 startete er auf Bianchi-Motorrädern, und 1940 kam er zu seinem ersten Auto-Renneinsatz, als ihm Enzo Ferrari den ersten von ihm gebauten Wagen für die Mille Miglia anbot. Diese fand allerdings nicht auf der traditionellen Strecke Brescia-Rom-Brescia statt, sondern auf einem Kurs in Norditalien: 9 Runden à 167 km. Ascari führte kurze Zeit in seiner Klasse, schied aber nach einem Defekt aus.

Die Nachkriegszeit
Nach der Zwangspause durch den Zweiten Weltkrieg erregte Ascari 1947 Aufsehen, als er in einem Rennen in Kairo, bei dem alle Fahrer identische Cisitalia-Wagen hatten, Zweiter wurde. Diese Platzierung sorgte für sein Engagement bei Maserati, wo er seinen väterlichen Freund Luigi Villoresi kennenlernte. Gemeinsam bestritten sie viele Rennen für das italienische Team, scheiterten jedoch oft an der Unzuverlässigkeit des Wagens. Ascari wurde Zweiter beim GP von Großbritannien 1948 und Dritter beim GP von Frankreich 1948.

Die Ferrari-Jahre (1949–1953)
Ab der Saison 1949 fuhren Ascari und Villoresi für Ferrari. Da 1949 das dominante Team der Nachkriegszeit, Alfa Romeo, pausierte, war Ascari mit Siegen unter anderem beim GP der Schweiz und beim GP von Italien einer der besten Fahrer dieses Jahres.

In der Saison 1950, als das erste Mal die Fahrerweltmeisterschaft ausgetragen wurde, konnte Ascari im Ferrari noch nicht mit den wieder erstarkten Alfa Romeos mithalten, er wurde WM-Fünfter. Er gewann jedoch mehrere Rennen, die nicht zur Weltmeisterschaft zählten.

1951 feierte Ascari seine ersten Siege bei Weltmeisterschaftsrennen, er gewann den GP von Deutschland und den GP von Italien und lieferte sich mit Juan Manuel Fangio einen heißen Kampf um die Weltmeisterschaft, den er durch die falsche Reifenwahl beim Entscheidungsrennen in Barcelona verlor.

Ferrari und Ascari dominierten aber die Saisons 1952 und 1953, in denen die WM nach den Regeln der Formel 2 ausgetragen wurde, vollständig. 1952 gewann Ascari jeden WM-Lauf, bei dem er antrat, mit einer Ausnahme: Die 500 Meilen von Indianapolis, die Enzo Ferrari aus PR-Gründen ebenfalls für sich entscheiden wollte, gerieten zum Misserfolg, da Ascaris Wagen nach Speichenbruch ausschied – die Amerikaner hingegen fuhren bereits mit modernen Magnesiumrädern. 1953 gewann Ascari fünf der neun Rennen und verteidigte seinen Weltmeistertitel.

Ende 1953 kam es zum Bruch mit Enzo Ferrari, der seinen Freund und Teamkollegen Villoresi entlassen wollte. Ascari hielt seinem Freund die Treue und quittierte ebenfalls den Dienst bei der Scuderia.

Die Lancia-Zeit (1954–1955)
Ascari und Villoresi unterschrieben bei Lancia, das in der Saison 1954 in der Formel 1 einsteigen wollte. Da der Wagen jedoch erst gegen Saisonende fertig wurde, fuhr Ascari zwischenzeitlich für Maserati, ohne Erfolge zu erzielen. Im Lancia-Sportwagen gewann er jedoch das berühmteste Straßenrennen der Welt, die Mille Miglia. Lancias Debüt beim GP von Spanien war aufsehenerregend: Ascari erreichte die Pole und führte bis zur 17. Runde, ehe er wegen eines Defekts ausschied.

Die Saison 1955 hätte für Lancia den Durchbruch bringen sollen. Ascari führte beim GP von Argentinien, schied jedoch nach einem Unfall aus. Nach Siegen bei zwei kleineren, nicht zur WM zählenden Rennen kam der Monaco-GP: Nachdem die führenden Mercedes ausgefallen waren, lag er kurze Zeit an der Spitze, kam aber an einer Schikane ins Schleudern und stürzte ins Hafenbecken, aus dem er von Matrosen des Reeders Onassis geborgen wurde. Vier Tage später testete er privat einen Ferrari-Sportwagen in Monza. Aus unerklärlichen Gründen kam er von der Strecke ab, überschlug sich und erlitt tödliche Verletzungen. Über die Ursache gibt es verschiedene Spekulationen. Neuere Aussagen lassen vermuten, dass er Arbeitern ausweichen musste, die unvorsichtig die Strecke überquerten.

Mit Alberto Ascari verlor der Motorsport einen seiner besten Fahrer und einen der ersten, die sich mit körperlicher Ertüchtigung auf die Rennen vorbereiteten. Lancia, das auch mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten kämpfte, verzichtete nach Ascaris Tod auf die Weiterführung des Motorsports und übergab im Juli 1955 Wagen und Material an Ferrari.


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BeitragThema: Re: Formel 1 Legenden und Geschichten   Sa Nov 20, 2010 6:42 pm



Jack Brabham


Nationalität:AUS
Jahre in der F1:1955-1970
F1-Teams:
Cooper
Maserati
Lotus
Brabham Weltmeister:
1959 und 1960 mit Cooper Climax.
1966 mit Brabham Repco.Grand Prix Starts:126
Grand Prix Siege:14
Podiumsplätze:31
Polepositions:13
Schnellste Runden:11
Gesamte F1 Punkte:284



Leben und Karriere

Brabham arbeitete zunächst als Kfz-Mechaniker, ehe er 1947 begann, eigene Sportwagen zu konstruieren. Auch in seiner späteren Profi-Karriere konstruierte er seine Autos teilweise selbst.

Von 1955 bis 1970 fuhr er in der Formel 1 insgesamt 126 Rennen für die Teams Cooper, Maserati, Lotus und für das von ihm selbst gegründete Team Brabham. Er gewann 14 Rennen und wurde dreimal Formel-1-Weltmeister (1959, 1960, 1966).

Von 1961 bis 1965 war der Motorhubraum in der Formel 1 auf 1500 cm³ begrenzt. Brabham gewann in dieser Zeit keinen Weltmeisterschaftslauf, entschied aber 1963 das Formel-1-Rennen auf der Solitude, das nicht zur Weltmeisterschaft zählte, für sich. Dies war auch der Debüt-Sieg für sein eigenes Team. 1966 wurde der Hubraum auf drei Liter verdoppelt, worauf kein Team vorbereitet war. Brabham ließ von Repco einen verhältnismäßig einfachen V8-Motor bauen, mit dem er durch dessen Zuverlässigkeit die Fahrerweltmeisterschaft 1966 gewann. Dies war gleichzeitig das erste und bisher einzige Mal, dass ein Fahrer in einem selbst konstruierten Wagen Weltmeister wurde.

Als er sich 1970 im Alter von fast 44 Jahren vom aktiven Rennsport zurückzog, war die Fachpresse überrascht, dass der bis dahin als wortkarger Interviewpartner geltende Australier eine blendende und amüsante Rede hielt. Hintergrund seiner sonstigen kurzen Antworten war seine Schwerhörigkeit, die er auf den hohen Geräuschpegel der direkt hinter dem Fahrer eingebauten Mittelmotoren zurückführte.

1998, im Alter von 72 Jahren, fuhr er auf der Nürburgring-Nordschleife im VLN-6h-Rennen einen VW New Beetle.

1979 wurde Brabham von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen. 2008 wurde ihm der Titel Officer des Order of Australia für seine Verdienste für den Motorsport als Botschafter, Mentor und Promotor von Sicherheit und für die Allgemeinheit durch die Unterstützung von Wohltätigkeitsorganisationen verliehen[1]. Heute lebt er in Surfers Paradise, Australien.


Formel 2
In den Jahren 1958 und 1966 war Brabham britischer Formel-2-Meister. In der Formel-2-Saison 1965 fuhr er mit dem Brabham-Honda BT16 in fünf Rennen auf je einen zweiten und neunten Platz sowie in zwei Rennen die schnellste Runde. In der Saison 1966 fuhr er zusammen mit seinem Teamkollegen Denis Hulme im BT18. Er gewann diese Formel-2-Meisterschaft mit 36 Punkten und zehn Siegen in zwölf Rennen vor Hulme mit 28 Punkten.




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BeitragThema: Re: Formel 1 Legenden und Geschichten   Di Nov 23, 2010 3:39 pm



Juhan Manuel Fangio


Geboren:24. Juni 1911
Gestorben:17. Juli 1995
Nationalität:ARG
Jahre in der F1:1950-1958
F1-Teams:
Alfa Romeo
Maserati
Mercedes
Ferrari

Weltmeister:
1951 mit Alfa Romeo
1954 mit Maserati und Mercedes.
1955 mit Mercedes Benz.
1956 mit Ferrari.
1957 mit Maserati.
Grand Prix Starts:51
Grand Prix Siege:24
Podiumsplätze:35
Polepositions:29
Schnellste Runden:23
Gesamte F1 Punkte:322




Kindheit und Jugendalter
Geboren wurde er am 24. Juni 1911 in Balcarce als Sohn von Don Loreto und Herminia Fangio. Während seiner Schulzeit wollte er lieber Arzt werden, allerdings begeisterte er sich immer mehr für Autos und nahm bald an einem öffentlichen Rennen teil.

Seine Schulzeit begann, als er sechs Jahre alt war, und endete, als er mit elf Jahren Auszubildender in einem Metallgeschäft wurde. Schon bald bekam er einen Job in einer Autowerkstatt, bei dem er das erste Mal Kontakt zu diesen „höllischen Maschinen“ aufnahm. Mit dem Reinigen und Reparieren der Teile erwarb er eine lebenslange Faszination für Automechanik. Mit 13 bekam er einen Job als Schlosserlehrling. Zu seiner Freude bereitete diese Firma auch Rennwagen vor. Auf diese Weise erweiterte er seine mechanischen Kenntnisse um ein Vielfaches. Zu seinen Aufgaben gehörte auch das Fahren auf Pick-Ups und das Abliefern in benachbarte Städte.

Karriere
Fangio startete vor dem Krieg bei Rallye-Veranstaltungen in Südamerika, wobei bei einem Unfall sein Beifahrer, Daniel Urrutia, getötet wurde. Fortan fuhr er wenn möglich nur noch allein, auch bei Sportwagenrennen in Europa. 1949 kam Fangio nach Europa und gewann auf Anhieb den GP von San Remo 1949. Noch im selben Jahr bekam er einen Vertrag bei Maserati. Für dieses Team fuhr er mit seinem M-4CLT, seinem damaligem Auto, bereits nach kurzer Zeit Erfolge ein und wurde für die Saison 1950, in der zum ersten Mal die Fahrerweltmeisterschaft ausgetragen wurde, von Alfa Romeo engagiert.

In der Saison 1950 gewann er bereits drei Grand Prix und wurde hinter Giuseppe Farina Vizeweltmeister.


Juan Manuel Fangio 1952
Aus: ClarinSchon bald stellte sich heraus, dass „El Chueco“, d. h. „Der Krummbeinige“, trotz seiner fast 40 Jahre der Konkurrenz an fahrerischem Können und taktischem Geschick überlegen war. So wurde er 1951 auf Alfa Romeo Typ 159 mit 37 Punkten zum ersten Mal Weltmeister, es folgte ein Jahr Zwangspause, da er wegen eines Unfalls in Monza zu Beginn der Saison ausfiel. 1953 fuhr er wieder für Maserati, konnte aber nur einen WM-Lauf für sich entscheiden. Sein schärfster Konkurrent in diesem Jahr war Alberto Ascari, der mit einem deutlich überlegenen Ferrari unterwegs war. Fangio wurde hinter Ascari Vizeweltmeister 1953. Im selben Jahr konnte er für Lancia die Carrera Panamericana gewinnen.

1954 wurde Fangio von Mercedes-Benz als Fahrer verpflichtet. Die neuen Rennwagen, mit denen die Rückkehr des Werks in den Grand-Prix-Sport erfolgen sollte, wurden jedoch erst zum GP von Frankreich fertig. Da Fangio seine Chancen auf die Weltmeisterschaft nicht riskieren wollte, startete er während der ersten Saisonrennen in Argentinien und Belgien für Maserati. Mit insgesamt sechs Saisonsiegen gewann er überlegen zum zweiten Mal die Weltmeisterschaft.

Auch 1955 pilotierte Fangio einen Mercedes W 196 und wurde mit 40 Punkten und vier Saisonsiegen ein drittes Mal Weltmeister. Zum Saisonende zog sich Mercedes zurück. Der Vorstand hatte die Entscheidung zum Rückzug am Jahresende schon im Frühjahr 1955 getroffen[1] und Fangio wechselte zu Ferrari-Lancia. 1956 wurde er dann mit diesem Team zum vierten Mal Weltmeister.

1957 wechselte er erneut zum Maserati-Team, mit dem er auf einem 250F zum fünften Mal Weltmeister wurde. Im gleichen Jahr zeigte er seine wohl begeisterndste Leistung am 4. August 1957 beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring, als er einen durch einen verpatzten Boxenstopp verursachten, scheinbar aussichtslosen Rückstand auf seine Konkurrenten Mike Hawthorn und Peter Collins dadurch aufholte, dass er immer neue Rundenrekorde fuhr. Fangio beendete das Rennen als Sieger und sicherte sich so seinen fünften WM-Titel.

1958 startete er erneut, fuhr aber lediglich zwei WM-Läufe und gab nach dem GP in Reims seinen Rücktritt aus dem Motorsport bekannt. Er nahm aber weiterhin an Oldtimerrennen teil. Darüber hinaus blieb Fangio mit der Marke Mercedes-Benz verbunden und baute in seinem Heimatland Argentinien ein Motorenwerk für das Stuttgarter Unternehmen auf. Ab 1974 war er als Präsident der Mercedes-Benz Argentina S. A. tätig. Am 17. Juli 1995 starb er in Buenos Aires im Alter von 84 Jahren an einem Nierenleiden.

Trivia
Am 26. Februar 1958 wurde Fangio auf Kuba von der 'Bewegung des 26. Juli' (Fidel Castro) entführt. Statt an einem vom kubanischen Diktator Fulgencio Batista veranstalteten Rennen in Havanna teilzunehmen, musste er die Zeit bei den Revolutionären verbringen und sprach nach seiner Freilassung am nächsten Tag vor der Weltpresse von seiner guten Behandlung.




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BeitragThema: Re: Formel 1 Legenden und Geschichten   Fr Nov 26, 2010 9:03 am



Jim Clark

Geboren:4. März 1936
Gestorben:7. April 1968
Nationalität:GBR
Jahre in der F1:1960-1968
F1-Teams:
Lotus

Weltmeister:1963 und 1965 mit Lotus Climax.
Grand Prix Starts:72
Grand Prix Siege:25
Podiumsplätze:32
Polepositions:33
Schnellste Runden:28
Gesamte F1 Punkte:299




Sein erstes Formel-1-Rennen gewann Clark 1962 im belgischen Spa-Francorchamps, wo zwei Jahre zuvor sein damaliger Teamkollege Alan Stacey tödlich verunglückt war. Im selben Jahr wurde er Vize-Weltmeister. 1963 und 1965 wurde er Weltmeister. Dazwischen, im Jahre 1964, gewann er zwar drei der ersten fünf Rennen, fiel aber in den restlichen fünf Rennen durch technische Defekte am neuen Lotus aus und wurde WM-Dritter. 1965 gewann er das Indianapolis 500. Auch 1966 gewann er das Rennen, aber durch einen Fehler der Rennleitung bei der Addition aller Rennrunden wurde Graham Hill zum Sieger erklärt. Clark überließ ohne Proteste den Sieg seinem Kollegen Graham Hill.

Ab der Saison 1966 wurden neue Regeln eingeführt und der Hubraum verdoppelt, aber Lotus hatte noch keinen geeigneten Motor und musste vorerst weiterhin die Coventry-Climax-Aggregate verwenden. Von BRM wurde der aus zwei Achtzylindern zusammengesetzte 16-Zylinder-Motor zur Verfügung gestellt. Das schwere vibrierende Aggregat mit unausgereifter Motor-Getriebe-Abstimmung bezeichnete selbst BRM-Stammfahrer Jackie Stewart als „unfahrbar“. Trotzdem gewann Clark in Watkins Glen mit diesem BRM H16 in seinem Lotus 33. Der Sieg in diesem Wagen war der einzige F1-Sieg eines 16-Zylinders.

Im dritten Rennen des Jahres 1967 wurde der bahnbrechende Lotus 49 eingeführt, mit dem ebenso neuartigen Ford-Cosworth DFV V8. Das Triebwerk wurde bis 1982 zum erfolgreichsten Motor der Formel-1-Geschichte. Clark oder Teamkollege Graham Hill erzielten in dieser Saison alle Trainingsbestzeiten. Im Rennen erlitt der Lotus jedoch meist Defekte, was Clark aber nicht daran hinderte, vier von neun Rennen zu gewinnen. Am Nürburgring holte Clark die Pole-Position mit über neun Sekunden Vorsprung.

Der Grand Prix von Italien 1967 gilt als das größte Rennen Clarks - obwohl er es nicht gewann - und als das vielleicht beeindruckendste der F1-Historie, noch vor den Siegesfahrten Fangios beim GP von Deutschland 1957 und denen von Moss 1961 an gleicher Stätte. Clark lag mit seinem Lotus 49, Chassis R 2, in Führung, verlor dann eine ganze Runde an der Box, holte diese anschließend wieder auf und setzte sich erneut an die Spitze. Dabei verbesserte er ständig den Rundenrekord und erreichte die Zeit seiner Trainingsbestleistung. Kurz vor Schluss konnten die Benzinpumpen die Restmenge Sprit nicht mehr fördern und Clarks Wagen rollte nur noch als Dritter über die Ziellinie aus. John Surtees gewann das Rennen für Honda. Da ansonsten nur noch ein Punkt aus einem sechsten Platz zu Buche stand, wurde er 1967 WM-Dritter hinter den Piloten des zuverlässigen Brabham-Repco.

Eine ähnliche Demonstration seines Talents zeigte Clark beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 1962. Clark fuhr den vergleichsweise winzigen Lotus-Sportwagen vom Typ 23, ausgerüstet mit einem 1,5-Liter-Fordmotor, der maximal 110 PS Leistung abgab. Es war zunächst ein Regenrennen und die Konkurrenz von unter anderem Ferrari hatte eine ganze Armada von 2,5-Liter- und 4-Liter-Prototypen aufgefahren, mit Weltklassefahrern wie Phil Hill, Olivier Gendebien, Willy Mairesse, Mike Parkes, Pedro Rodríguez oder Lorenzo Bandini. Deren Wagen leisteten 270 PS (Dino 246 SP) und gar 390 PS (330 GTO). Clark wurde im Training Siebter. Aus der ersten Runde kam er mit etwa 20 Sekunden Vorsprung, nach der sechsten Runde betrug sein Vorsprung bereits knapp zwei Minuten. Obwohl es immer trockener wurde, hatten die anderen Fahrer keine Chance gegen Clark. Aber wie in Monza 1967 gab es auch hier kein siegreiches Ende. Der Auspuff riss in der zwölften Runde und es gelangten Gase ins Cockpit, die Clark benommen machten. Er kam von der Fahrbahn ab, blieb aber unverletzt.

2. Tödlicher Unfall
Dann wurde die Werbung mit Tabak eingeführt, und auch Jim Clark sollte mit den neuen rollenden Litfaß-Säulen Geld verdienen, auch bei Formel-2-Rennen. Nachdem sein F2-Wagen in der Woche zuvor in Barcelona beschädigt wurde, aber ein Einsatz für Ford beim Sportwagenrennen in Brands Hatch nicht zustande kam, trat er doch auf dem Hockenheimring an, nachdem er am Abend zuvor im Aktuellen Sportstudio interviewt wurde.

Im Regen verunglückte der 32-Jährige im für ihn völlig unbedeutenden Formel-2-Rennen tödlich, vermutlich infolge eines schleichenden Plattfußes und Reifenschadens, als er auf der Waldgeraden nach dem Motodrom von der Piste abkam und mit seinem Lotus 48 gegen einen Baum schleuderte. Es gab keinen Augenzeugen, da an dieser Stelle keine Zuschauer standen und die Konkurrenten zu weit hinter Clark waren, der zum Zeitpunkt des Unfalls an für ihn ungewohnter Position im Mittelfeld fuhr.

Die von Lotus-Chef Colin Chapman in Auftrag gegebene Untersuchung des Unfalls durch Peter Jowitt, einen auf Unfallermittlungen von Militärflugzeugprototypen spezialisierten Ingenieur, ergab, dass Jim Clark keine Chance hatte. Auf dem Waldboden versuchte er noch mit Maximaldrehzahl das Fahrzeug in eine andere Richtung zu steuern, doch durch die Vielzahl der Bäume fehlte der Platz und es kam zu dem fatalen seitlichen Einschlag. Jowitt kam zu dem Ergebnis, dass ein Reifenschaden ursächlich für das Unglück war. Erst später wurden Leitplanken in Hockenheim aufgestellt, Sicherheitsstreifen angelegt und nahe seiner Unfallstelle eine Bremsschikane errichtet, die Jim-Clark-Schikane genannt wurde. An der Unglücksstelle wurde ein Gedenkstein errichtet, der im Zuge der umfangreichen Umbauarbeiten am Hockenheimring (Verkürzung und geänderte Streckenführung, um weiterhin „Formel-1-tauglich“ zu sein) in Richtung Motodrom versetzt wurde.

Clarks Tod erschütterte den gesamten Rennsport bis in seine Grundfesten und schockierte insbesondere die Fahrerkollegen. Juan Manuel Fangio sagte noch kurz vor seinem Tod im Jahre 1995, dass seiner Meinung nach Jim Clark der mit Abstand größte Fahrer aller Zeiten sei. Bereits in seinem Nachruf auf Clark im April 1968 äußerte er unumwunden: „Er war besser als ich.“ Eine vergleichbare Reaktion gab es lediglich noch einmal in der langen Geschichte der Formel 1, 26 Jahre später mit dem Tod Ayrton Sennas.

Jene Jahre des Rennsports waren von einer ganzen Reihe von tödlichen Unfällen in den Topkategorien des Motorsports überschattet: Zwischen 1967 und 1971 kamen Lorenzo Bandini (Ferrari, Monaco), Lucien Bianchi (Alfa Romeo, Le Mans), Mike Spence (Indianapolis), Piers Courage (Zandvoort), Ludovico Scarfiotti (Bergrennen Roßfeld), Bruce McLaren (Goodwood), Jochen Rindt (Monza), Pedro Rodríguez (Norisring) und Jo Siffert (Brands Hatch) in ihren Rennwagen ums Leben.

3. Vermächtnis
Seit 1997 wird im schottischen Duns, wo Clark aufwuchs, jährlich im Juli das Rallye-Rennen Jim Clark Memorial Rally zu seinen Ehren veranstaltet. Von 1969 bis 1984, also so lange wie die Formel 2 bestand, wurde alljährlich im April auf dem Hockenheimring das zur Europameisterschaft zählende „Jim Clark-Gedächtnisrennen“ ausgefahren. Seit 2005 findet auf dem Hockenheimring das jährliche Jim Clark Revival statt.

Der „Jim Clark Room“ im schottischen Duns, unweit seiner Farm Edington Mains im Borderland, wird noch heute jährlich von vielen Tausenden Fans aus aller Welt besucht. Auch Ayrton Senna besuchte diesen Ausstellungsraum, um ungestört von Presse und Neugierigen mehr über sein Idol zu erfahren, und hielt in der ehemaligen Schule Clarks in Edinburgh einen Vortrag.

In Jim Clarks Geburtsort Kilmany, Five, nördlich von Aberdeen, einem sehr kleinen Dorf, enthüllten Ende der 1990er-Jahre Jackie Stewart und andere Prominenz eine Bronze-Statue in Lebensgröße. Als Vorlage für den Bildhauer diente das Lieblingsfoto von Clarks Mutter, das Jim anlässlich des GP von Belgien 1967 in Spa durch die Boxengasse gehend zeigt.

4. Privat
Zu Clarks Hobbys zählten das Fotografieren, die Jagd und Jazz-Musik, speziell von Louis Armstrong und Ella Fitzgerald. Seine bescheidene Art wurde dadurch unterstrichen, dass er sehr heimatverbunden war, wenig Alkohol trank und Nichtraucher war. Clark war Junggeselle geblieben, war jedoch dem weiblichen Geschlecht nicht abgeneigt, benahm sich aber nie wie ein Playboy.

5. Zahlen, Daten, Fakten - Formel 1
Im Jahre 1968 gewann Clark noch im Januar das erste F1-Rennen der Saison in Kyalami, wodurch er mit nun 25-GP-Siegen Juan Manuel Fangio überholte.

Bei 72 GP-Starts erzielte Clark 25 Siege, 33 Trainingsbestzeiten und 28 schnellste Runden. Dazu 13 Hattricks, also Pole, Sieg und schnellste Rennrunde im gleichen Rennen. Nur Fangio hat eine bessere Start-Pole-Quote und neben Ascari eine bessere Start-Sieg-Quote aufzuweisen. Clarks Hattrick-Quote ist bis heute unerreicht. Schumacher hat zwar die Gesamtzahl erreicht und übertroffen, benötigte dafür aber rund die dreifache Anzahl von Starts.

Damals wurden noch viele nicht zur Weltmeisterschaft zählende Formel-1-Rennen ausgetragen. Zählt man diese hinzu, kommt Clark auf über 50 Formel-1-Siege. Dazu kommen Erfolge bei Sportwagen und selbst Tourenwagen, auf dem Lotus Cortina.




6. Grand-Prix-Siege
•1962 Großer Preis von Belgien (Spa-Francorchamps)
•1962 Großer Preis von Großbritannien (Aintree)
•1962 Großer Preis der USA (Watkins Glen)
•1963 Großer Preis von Belgien (Spa-Francorchamps)
•1963 Großer Preis der Niederlande (Zandvoort)
•1963 Großer Preis von Frankreich (Reims)
•1963 Großer Preis von Großbritannien (Aintree)
•1963 Großer Preis von Italien (Monza)
•1963 Großer Preis von Mexiko (Mexiko-Stadt)
•1963 Großer Preis von Südafrika (East London)
•1964 Großer Preis der Niederlande (Zandvoort)
•1964 Großer Preis von Belgien (Spa-Francorchamps)
•1964 Großer Preis von Großbritannien (Brands Hatch)
•1965 Großer Preis von Südafrika (East London)
•1965 Großer Preis von Belgien (Spa-Francorchamps)
•1965 Großer Preis von Frankreich (Clermont-Ferrand)
•1965 Großer Preis von Großbritannien (Silverstone)
•1965 Großer Preis der Niederlande (Zandvoort)
•1965 Großer Preis von Deutschland (Nürburg)
•1966 Großer Preis der USA (Watkins Glen)
•1967 Großer Preis der Niederlande (Zandvoort)
•1967 Großer Preis von Großbritannien (Silverstone)
•1967 Großer Preis der USA (Watkins Glen)
•1967 Großer Preis von Mexiko (Mexiko-Stadt)
•1968 Großer Preis von Südafrika (Kyalami)




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